Das war die 24. Alpenrallye

Herrliche Strecken, grandiose Automobilklassiker aus sieben Jahrzehnten, Oldtimersport auf höchstem Niveau und prominente Teilnehmer, die sich nur allzu gerne vom Oldtimervirus anstecken ließen. Die 24. Kitzbüheler Alpenrallye hatte einiges zu bieten – auch Wettererlebnisse der besonderen Art: von Hochsommertemperaturen bis zu Schnee auf den Berggipfeln...

<>Erster Sieg beim zehnten Anlauf

Beim zehnten Anlauf hat es endlich geklappt: Erstmals setzten sich Dr. Horst Keil mit Beifahrer Thomas Linhardt auf Mercedes 300 SL Flügeltürer gegen die starke Konkurrenz bei der Alpenrallye durch. Nach drei Bewerbstagen und über 470 Kilometern über Alpenstraßen in Tirol, Salzburg und Bayern konnte sich das Team aus Feldkirchen (D) gegen Alois und Mag. Brigit Heidenbauer aus Bruck an der Mur (A) und Mike Menden und Friedrich Nordmeier aus Essen (D) durchsetzen. Basis für den Sieg war auch der Sieg bei der Bergwertung mit dem sich Keil/Linhardt auch den Wanderpokal für den erstmals vergebenen Sepp-Greger-Bergpreis sicherten. Mit dem beachtlichen 15. Rang bei der diesjährigen Mille Miglia hatte sich das Siegerteam bereits für einen Spitzenplatz empfohlen....

Und erstmals war Hansi am Start

Prominente Teilnehmer fanden sich wie jedes Jahr im Teilnehmerfeld der Alpenrallye. Für Aufsehen sorgte natürlich Hansi Hinterseer, der erstmals bei seinem “Heimrennen” an den Start ging und als Beifahrer eines Auto Union 1000 Sp, Baujahr 1960 den Prolog bestritt. Ebenfalls am Start: Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki mit ihrem Partner, Schauspieler Christian Berkel (VW Porsche 914), und Filmstar Herbert Knaup (Lamborghini 400 GT). Begeistert von der Stimmung und seinem Sportwagen (Porsche 356 Speedster) zeigte sich Fußball-Weltmeister Paul Breitner. Wie immer dabei natürlich Renn-Legende Hans-Joachim “Strietzel” Stuck (VW Porsche 914/4), der Ehrenpräsident der Veranstaltung. In einem VW-Bulli T1 “Samba” (1963) nahm Popstar und Produzent Mousse T Platz...

Nach zwei Hochsommertagen am Mittwoch und Donnerstag führte die Hauptetappe der Kitzbüheler Alpenrallye 2011 über eine Strecke von 275 Kilometern – ausgewählte Bergstrecken zwischen Kitzbüheler Alpen, Hohen Tauern, Loferer Steinbergen, Wildem Kaiser, bayrischem Alpenvorland und Inntal (Samstag-Etappe). Schade nur, dass sich viele herrliche Bergpanoramen hinter dichten Wolkendecken versteckten und Petrus just auf der großen Schleife alle Schleusen öffnete. Aber das gehört eben zum Abenteuer Alpenrallye dazu: Zwischen Sonnencreme und Regenjacke ist alles möglich....

Raritäten aus sieben Jahrzehnten

207 Automobilklassiker aus sieben Jahrzehnten (Baujahre 1925 bis 1981) kämpften sich über die insgesamt 470 Kilometer, vom mächtigen Rolls Royce Phantom (1925) mit fast 8 Litern Hubraum bis zur tapferen BMW Isetta (1958) mit 13 PS. Eine starke Abteilung stellte übrigens die VW-Classic-Abteilung mit zahlreichen Raritäten (VW Puma, SP2 Coupé, Millie-Miglia-Käfer....), aber auch Audi Tradition und das Porsche Museum (Porsche Carrera Abarth, 550 Spyder Panamericana, 356 Carrera GS GT Dreikantschaber) und Lamborghini (Countach I, 400 GT 2+2) waren mit ausgewählten Schmuckstücken bei der Rallye vertreten.

Gerade rechtzeitig zur abschließenden Fahrzeugparade in Kitzbühel, bei der sich die über 200 Schmuckstücke von ihrer besten Seite zeigen konnten, kehrte die Sonne wieder in die Hahnenkammstadt zurück. Tausende Zuschauer waren begeistert – die Teilnehmer ebenso. Ein krönender Abschluss, der Lust auf die Jubiläums-Alpenrallye im nächsten Jahr machte.

25. Kitzbüheler Alpenrallye: 30 Mai bis 2. Juni 2012

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Leinwand-Prominenz vor der Fahrzeugparade: Herbert Knaup, Andrea Sawatzki und Christian Berkel (von links).

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Beeindruckende Zuschauerkulisse in der Kitzbüheler Innenstadt.

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Roter Porsche, roter Teufel: Hier macht der "Tour-Teufel" Didi Senft Stimmung.....