30. Alpenrallye: Ein großes Finale der Jubiläumsrallye

Begeisterung auf allen Seiten: Die Jubiläums-Alpenrallye war eine der schönsten der letzten Jahre: spektakuläre Strecken, traumhafte Fahrzeuge, viel Sonne, ab und zu ein kleiner Regenguss – mit diesem “Programm” gab es nur zufriedene Gesichter: bei Teilnehmern ebenso wie bei den Organisatoren. 

ZWEI PREMIERENSIEGER. Apropos zufriedene Gesichter: Den Gesamtsieg (Sport Trophy) holte sich erstmals Patrick Weber und Sonja Ackermann (BMW 3.0 Si, 1973) aus Wiesbaden. Bereits zum dritten Mai in Folge auf Platz zwei landete Schorsch Memminger mit Beifahrer Christoph Wellmann (VW Brezelkäfer 1951) aus Grünwald, Rang drei ging an Vorjahressieger Burkhard Müller / Fabian Mohr (MB 300 SLS, 1957). 

Der Sieg in der Classic Trophy sicherten sich Andreas Eberhardt und Horst Eberhardt auf Ford Mustang GT 1966 aus Kronberg (D), Platz zwei ging nach einem starken Finale am Samstag an Gerald Unterberger und Thomas Siedler aus Kufstein (A) auf BMW 2002 Turbo vor Lotzi Kende und Boris Schröder auf Austin Healey 3000 MK III, 1966 aus Kronberg (D). 

ERLEBNIS GROSSGLOCKNER. “Einfach großartig – wundervoll – ein unvergessliches Erlebnis” – selten waren sich Teilnehmer über eine Etappe so einig wie bei der Königsetappe der Kitzbüheler Alpenrallye: die “Glockner-Runde” war mit fast 370 Kilometern – viele davon auf malerischen Seitenstraßen und auf engen Bergstraßen – landschaftlich erlebnisreich, aber auch sehr fordernd. Vor allem die Lenker der Vorkriegsfahrzeuge hatten auf der Großglockner-Hochalpenstraße mit ihren 36 Kehren Schwerarbeit zu leisten. Aber die Mühe wurde belohnt: grandiose Blicke auf den Großglockner (3.798 m), den höchsten Berg Österreichs und auf die Dreitausender der Hohen Tauern, umrahmt von Eis und Schnee... Aber auch die Etappen am Donnerstag (Prolog um die Hohe Salve) und Samstag (Pinzgau-Runde) boten den Teams viele Fahrerlebnisse, malerische Nebenstraßen, spannende Prüfungen, Ortsdurchfahrten mit vielen Zuschauern und viele neue Strecken am Fuß der schönsten Berge in Tirol, Salzburg und Kärnten. 

TAUSENDE ZUSCHAUER füllten schließlich zum großen Finale am Samstag die Straßen der Kitzbüheler Altstadt beim Zieleinlauf der 30. Alpenrallye und schenkten den 188 Teams den verdienten Applaus: Prachtvolle Vorkriegsklassiker wie das älteste Fahrzeug, ein wundervoller Bentley 3 Litre Speed Model aus dem Jahr 1923 waren ebenso zu bewundern wie elegante Sportcoupés und Limousinen der fünfziger und Sechziger Jahre, rassige Sportwagen und Raritäten jüngeren Datums – die Rallye war wieder eine eindrucksvolle Leistungsschau der Automobilgeschichte aus sechs Jahrzehnten. 

ROLLENDES AUTOMOBILMUSEUM. 188 klassische Automobile waren bei der Alpenrallye unterwegs – besonders viel Applaus gab es wie immer für die vielen offenen Vorkriegsklassiker, darunter ein gutes Dutzend herrlicher Bentley-Boliden aus den 1920er und 1930er Jahre. Eines der Highlights im Feld: ein Bentley "Blower", ein originales Teamcar von Bentley Boy Tim Birkin – eines von nur fünf für den Renneinsatz gebauten "Supercharged"-Fahrzeugen mit außenliegendem Kompressor. Pilotiert wurde dieses kostbare Modell von Bentley-Classic-Chefpilot Richard Charlesworth. – Ein Schmuckstück mit besonderer Historie war ein blütenweißer Rolls Royce Phantom III, gefahren von Herbert Laska aus Linz, der mit diesem herrlichen Wagen bereits bei der ersten Alpenrallye 1987 am Start war – und dabei den Concours de Elegance gewinnen konnte!

SCHÖNSTE FAHRZEUGE. Den Sieg in der Jury-Wertung für die schönsten Fahrzeuge ging dieses Jahr an Georg und Erika Ebeling für ihren Audi 225 Front Cabriolet, Baujahr 1937 (Vorkrieg) und an Robert Engstler und Hans-Gerd Jauch für den spektakulären cremeweißen Bentley R-Type Continental aus 1954 (Nachkriegsfahrzeuge). 

PROMINENTE STARTER. Bekannte Namen gehören wie jedes Jahr zur Kitzbüheler Alpenrallye. Dieses Jahr mit dabei: Schauspiellegende Peter Weck, Ex-Formel-!-Fahrer Jochen Mass, DTM-Pilot Mike Rockenfeller und ARD-Anchorman Jan Hofer. Peter Weck war bereits vor 19 Jahren bei der Alpenrallye im Einsatz – wie auch bei der Jubiläumsrallye mit Beifahrer Rudi Höfinger. 

STARKE SPONSOREN. Zum 30-Jahr-Jubiläum der Kitzbüheler Alpenrallye feierte der langjährige Sponsoringpartner Bentley Motors ein Comeback als Hauptsponsor und brachte daher ein besonders hochkarätiges Aufgebot der britischen Kult-Klassiker an den Start. Wie in den vergangenen Jahren als Hauptsponsoren engagiert waren die Unternehmensgruppe Schaeffler, das Bankhaus Berenberg – wie 2014 vertreten durch die Schweizer Tochtergesellschaft Berenberg Bank (Schweiz) AG – und die Schweizer Uhrenmarke Chronoswiss, die exklusiv zum 30-Jahr-Jubiläum der Rallye ein weltweit auf 30 Stück limitiertes Sondermodell produziert: den Regulator Rallye Limited Edition 30, von dem ein Exemplar dem Siegerteam als Trophäe überreicht wurde. Erstmals an Bord als Sponsor sind dieses Jahr die Oldtimer-Versicherungsspezialisten von OCC, die in Zusammenarbeit mit der “Scuderia Tedesco” die Fahrzeugbetreuung organisierte.  

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